944 S2 – Modelljahr 1989

Neue Optik und neue Technik
Technisch und optisch als neues Auto präsentiert sich der Porsche 944 S 2 im Modelljahr 1989. Kernstück des 944 S 2 ist zweifellos der drei Liter große und völlig neuentwickelte Vierventilmotor, der – wie bei Porsche seit Jahren üblich – mit und ohne Katalysator 211 PS leistet und das eindrucksvolle Drehmoment von 280 Nm bei 4.000 U/min vorweisen kann.

Der Charakter des neuen 944 S2 wird so auch von seinem bärenstarken Drehmoment-Motor bestimmt. Der Leistungszuwachs in Verbindung mit dem in dieser PS- Klasse imponierenden Drehmoment sorgen beim Porsche 944 5 2 für eindrucksvolle Daten : Die Höchstgeschwindigkeit kletterte von bisher 228 auf 240 km/h, aus dem Stand auf Tempo 100 km/h eilt der Vierventil-Sportwagen in nur 6.9 Sekunden ( bisher 7.9 Sekunden ).

Der Porsche 944 S 2-Motor zählt zu den hubraumgrößten und leistungsstärksten Vierzylindern im modernen Motorenbau. Dank Ausgleichswellen besticht er durch seinen runden, schwingungsarmen Lauf. Die besonderen Kennzeichen des neuen Triebwerks, das von seinem Hubraumvolumen neue Maßstäbe in der Geschichte der Vierzylinder- Triebwerke setzt:

geschmiedete Kolben
ein neues, quaderförmig gestaltetes Ansaugsystem mit optimalem Ansprechverhalten
eine aktive, gesteuerte Motorraumbelüftung durch eine dreistufige Gebläseschaltung
ein großer, externer Leichtmetallölkühler mit thermostatischer Regelung
eine modifizierte Digitale Motor Elektronik mit Eigendiagnose und eigenständiger Nachregelung

Eine automatische Klopfregelung, die Porsche neben dem 944 S2 auch im 944 Turbo und im 928 S4 einsetzt, erweist sich vor allem dann als besonders nützlich, wenn viel in Ländern mit nicht immer qualitativ einwandfreiem Kraftstoff gefahren wird. Die Klopfregelung schützt dann, wenn minderwertiges Benzin getankt wird, den Motor vor meist irreparablen Schäden durch Zurücknahme des Zündzeitpunktes bei gleichzeitiger Reduzierung der Leistung. Der hohen Leistung und dem bulligen Drehmoment des neuen Triebwerks angepasst wurden auch das Fahrwerk und die Karosserie, wobei sich Porsche der bewährten Technik des 220 PS starken 944 Turbo bediente.

Getriebe, Gelenkwellen, die wettbewerbserprobte Vier- Kolben Bremsanlage mit Stauluftkühlung, Dämpfer, Federung und Stabilisatoren sowie die breiten sieben und acht Zoll- Felgen mit 205/55 und 225/50 ZR 16-Reifen des 944 Turbo machen das Fahren mit dem 944 S2 noch sicherer und sportlicher.

Auch optisch unterstreicht der Porsche 944 S2 den Status als Turbo Nachfolger. Karosserie und lnterieur entsprechen in allen Details dem bisher gültigen Turbo-Standard, was zusätzliche Vorteile mit sich bringt:

verbesserte Aerodynamik ( Cw – 0.33 statt bisher 0.35 )
hochgezogenes PU-Bugteil und damit weniger Steinschlagschäden und Auffahrschutz bis vier km/h
integrierte Nebelleuchten
verbesserte Be- und Entlüftung der Aggregate durch Unterflurspoiler

Der Ausstattungsstandard wurde gleichfalls erweitert. Der Beifahrersitz ist künftig wie bereits der Fahrersitz elektrisch in der Höhe verstellbar, die automatische Heizungsregelung ist jetzt Serie, und grundsätzlich wird eine stärkere Batterie ab Werk eingebaut. Neben neuen Außenfarben und neuen Farben und Stoffen für das Wageninnere können ab Modelljahr 1989 zusätzlich und gegen Aufpreis geordert werden:

regelbare Sitzheizung links und rechts
Alarmanlage mit Einschlüsselsystem und Leuchtdioden in den Verriegelungsstiften
Radio mit CD-Player

In identischer Ausstattung und mit der Technik des Porsche 944 S2 wird das Vierzylinder-Cabriolet ab Frühjahr 1989 produziert und angeboten. Auch für dieses Cabriolet wird – wie schon beim 911 Carrera Cabriolet – ein manuell oder elektrisch zu betätigendes Verdeck im Angebot sein.

Ersten Kommentar schreiben

Antworten